Verbesserung der Mindeststandards in der ambulanten Psychotherapie privatversicheter Patienten

Oftmals finden privatversicherte Patienten (PKV) schneller einer freien, ambulanten Psychotherapieplatz. Allerdings sind die vertraglichen Bedingungen – je  nach Versicherungstarif oftmals schlechter als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zum Beispiel stehen vielen Versicherten gemäß Ihres Vertrages nur maximal 30 Sitzungen pro Kalenderjahr zu. Dies entspricht in der Verhaltenstherapie einer Kurzzeittherapie (+ vorherige Probatorik).

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung berichtet, dass sich eine Arbeitsgruppe des PKV-Verbanndes seit Jahren für verbesserte Bedingungen der ambulanten Psychotherapie für privatversicherter Patienten einsetzt.
Die Arbeitsgruppe hat Mindestkriterien erstellt und zum Beispiel zum Umsetzen des Unisex-Tarifes beigetragen. Nun fordern sie als Mindeststandard einen Anspruch auf Kostenerstattung ambulanter Psychotherapie von mindestens 50 Sitzungen pro Jahr. Dies  soll eine Grundleistung für privat Versicherte ermöglichen, die zwar bei einzelnen Anbietern auch besser ausfallen kann, aber es nicht immer tut, und die die finanzielle und organisatorische Belastung in einer für den Patienten ohnehin belastenden Zeit minimieren.

Quelle: Deutsche PsychotherapeutenVereinigung: 1. Bundesmitgliederbrief 2013. Mai 2013

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