Biofeedback bei der Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms

Dass Biofeedback auch bei chronischen Erkrankungen wirksam ist, zeigt eine Forschungsgruppe des Universitätsklinikums Tübingen eindrucksvoll. Sie untersuchten in ihrer Pilotstudie die Wirkung von Biofeedback im Vergleich zu sportmedizinischem Bewegungstraining bei dem sogenannten chronischen Erschöpfungssyndrom, auch Chronic Fatigue Syndrome genannt. Dieses führt bei Betroffenen zu massivem Leidensdruck und durch Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationseinbußen etc. zu Einschränkungen in sämtlichen Lebensbereichen.

In der Studie erweisen sich sowohl Biofeedback bereits nach 8 Sitzungen, als auch sportmedizinische Bewegungstherapie als hilfreich, um Erschöpfungssymptomatik und Depressivität zu lindern und somit körperliches und psychisches Wohlbefinden zu verbessern. Besonders stabile Wirkung auch über eine längere Zeitspanne und eine deutlich höhere Akzeptanz des Verfahrens zeigen sich speziell beim Biofeedback, so Dipl.-Psych. Petra Windthorst (Abteilung für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen).
Außerdem wird auch in dieser Studie davon ausgegangen, dass Biofeedback typischerweise die sogenannte Selbstwirksamkeitsüberzeugung, d.h. der Glaube an die eigenen Fähigkeiten, steigert und zur Symptomlinderung beiträgt.

Quelle: Windthorst, P., Kuske, M., Giel, K., Enck, P., Zipfel, S., Teufel, M. (2012). Biofeedbacktherapie vs. Sportmedizinische Bewegungstherapie bei chronischem Erschöpfungssyndrom. Vortrag auf der 12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.V., 19.-20.10.2012, München.

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