Kognitive Verhaltenstherapie bei sozialen Ängsten: Eine positive Erwartungshaltung hilft!

Die selbsterfüllende Prophezeiung ist etwas, was jeder aus dem Alltag kennt: Ich habe eine Erwartung an etwas und dementsprechend trage ich durch mein von der Erwartung beeinflusstes Verhalten dazu bei. Negativ ausgedrückt: „War ja gleich klar, dass das nichts wird.“ Und umgekehrt funktioniert es auch! Systematische Untersuchungen zu diesem Effekt bei der kognitiven Verhaltenstherapie sozialer Ängste sind bisher relativ selten, weshalb sich die Wissenschaftler Price & Anderson in ihrer Studie damit beschäftigten und „erwartungsgemäß“ zeigen: Eine positive Erwartungshaltung an den eigenen Therapieerfolg im Rahmen kognitiver Verhaltenstherapie wirkt: So waren soziale Ängste vor öffentlichem Reden statistisch stärker reduziert und gebessert als bei Betroffenen mit niedrigerer Erfolgserwartung.

Quelle: Price, M. & Anderson, P.L. (2012). Outcome expectancy as a predictor of treatment response in cognitive behavioral therapy for public speaking fears within social anxiety disorder. Psychotherapy, 49,2, 173-179.

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